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Große Bedeutung in der ungarischen Küche haben Paprika (frisch, püriert oder als Pulver) und Sauerrahm zum Würzen und Abschmecken zahlreicher Speisen. Paprika wird z. B. für die sehr beliebten Gerichte Paprikahuhn (csirkepaprikás), Paprikakartoffeln (Paprikás krumpli) und Letscho, ein Schmorgericht aus Zwiebeln, Tomaten und Paprika, verwendet. Das klassische Kochgerät ist der Kessel, aus dem so bekannte Gerichte wie das Gulasch (pörkölt) und die Gulaschsuppe (gulyás) hervorgegangen sind. Eine besondere Spezialität ist die ungarische Salami, die weltweit bekannt ist. Auch sehr beliebt sind die pikante Fischsuppe (halászlé), die man als Bajaer und als Szegediner Fischsuppe kennt, sowie diverse, mit Kraut zubereitete Gerichte. Ungarn hat ebenfalls eine lange Tradition im Bereich der Back- und Süßwaren. Kennzeichnend hierfür sind z. B. Palatschinken, Esterházy- und Dobostorte. Die Esterházytorte besteht hauptsächlich aus Mandeln und Schokolade, die Dobostorte wird aus Biskuit, Schokoladencreme und Karamellglasur hergestellt. Unter den Getränken spielt Wein in Ungarn eine ganz wichtige Rolle, so hat z. B. das vulkanische Weinanbaugebiet am Plattensee bereits eine 2.000-jährige Geschichte und produziert sehr gute Weißweine. Der bekannteste Wein ist der edelsüße Tokajer, ein Dessertwein, ein beliebter Cuvée ist dagegen der Egri Bikavér, der aus mindestens vier Traubensorten besteht. |
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